Montag , 27 Mai 2019
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Dachstuhlbrand in Fürstenhagen

Fürstenhagen (Hess. Lichtenau) – Am Dienstagabend wurde gegen 20:00 Uhr die Feuerwehr Hessisch Lichtenau alarmiert, nachdem ein Blitz in ein Wohnhaus in Fürstenhagen eingeschlagen war. Im Dach hatte sich die Verkleidung und die Dämmung in Brand gesetzt. Die im Haus befindliche Familie mit Kindern, verließ sofort das Haus und wartete auf die eintreffenden Einsatzkräfte. Diese wurden gerade alarmiert, als sie bei anderen Einsätzen tätig waren.

Als die Feuerwehr Fürstenhagen und Hessisch Lichtenau eintraf, brannte bereits der gesamte Dachstuhl und die Flammen schlugen aus dem Giebel des Hauses. Nachgeorderte Feuerwehren aus Walburg, Hausen, Küchen, Holsteine, Quentel und Friedrichsbrück, unterstützen dann die ersten Löschversuche am Haus.

Da der Brandherd aufgrund der Dämmung und des sehr schmalen Dachbodens, nur schwer zu erreichen war, rückte die Drehleiter an, um über das Dach, den Brand zu löschen. Nach einiger Zeit stellte sich jedoch heraus, dass die Verkleidungen und die Dämmung des Daches so angebracht waren, dass ein Rankommen an die Flammen nicht möglich war.

Über Innenangriffe und weiter über das Dach, wurde dann versucht, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Dieser Fraß sich aber rasant im gesamten Dach aus, weshalb auch weitere Wehren aus Helsa und dem Umland geordert wurden. Nachdem auch diese keinen Erfolg bei der Brandbekämpfung hatten, wurden zudem die Drehleiter aus Witzenhausen alarmiert.

Mit den beiden Drehleitern wurde das Dach nun nach und nach abgedeckt, um die Glutnester zu finden. Dabei fachten die Flammen immer wieder an. Da jedoch die Reserven allmählich ausgingen, wurde zusätzlich ein großes Fahrzeug aus Kassel alarmiert, welches Nachschub für die Einsatzkräfte brachte.

Nach mehr als 6 Stunden gelang es dann den Wehren, mit vereinten Kräften, den Brand unter Kontrolle zu bekommen. Gegen 03:30 Uhr, ließ das Feuer dann nach und nach ab. Bis zum frühen Morgen wurde durch stätigen Innenangriff und das Löschen über das Dach, der Brand allmählich gelöscht. Gegen 05:00 Uhr konnte dann erstmals Entwarnung gegeben werden. Die größten Brandnester waren gelöscht. Da jedoch weitere kleine Brandnester im Dach waren, wurde von innen, das Dach mit einer Kettensäge aufgeschnitten. Weitere Einsatzkräfte, die aus Großalmerode, Laudenbach und der Umgebung geordert wurden, unterstützen die Löscharbeiten und deckten dann das gesamte Dach ab, um auch die letzten Glutnester zu erreichen.

Zur Artikelerstellung (06:35 Uhr) werden weitere Löscharbeiten an dem Haus durchgeführt, um ein weiteres Auffachen von Bränden zu vermeiden.

Während des Brandes, gab es immer wieder starke Rauchentwicklungen, weshalb Anwohner gebeten wurden, die Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Der Familie ist bis auf einen Schock nichts passiert. In der Nacht, konnten sie unter Aufsicht von Feuerwehrleuten, noch schnell wichtige Dinge aus dem Haus holen. Die Familie ist derzeit bei den Eltern im Ort untergekommen und verfolgte die ganze Zeit über, die Löscharbeiten.

Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 150.000€. Auch bei zum späten Morgen waren die Einsatzkräfte noch vor Ort und haben kleine Glutnester gelöscht. Im Haus selbst, konnte man nur noch wenig retten, da unzählige Liter von Löschwasser und Löschmittel im Einsatz waren, die unter anderem auch das Haus durchnässten.

Neben den Feuerwehrmännern und -Frauen, hatte das DRK Hessisch Lichtenau für die Versorgung der Einsatzkräfte gesorgt.

Im Einsatz waren ca. 150 Einsatzkräfte.

(Antenne Hessen Redaktion Nordhessen)

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