Dienstag , 21 Mai 2019
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Feuer und Explosion am Tunnel in Hessisch Lichtenau

Hessisch Lichtenau – Am Montagabend kam es zu einem folgenschweren Brand an dem Ostportal des Hirschbergtunnels, an der A44, in Hessisch Lichtenau. Kurz nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte, kam es zu einer schweren Explosion in einem Lager vor dem Tunnelportal. Hierbei wurde nach Angabe eines Sprechers, gegenüber Antenne Hessen, niemand verletzt. Die Explosion selbst, war jedoch noch in einer Entfernung von 10km klar zu hören.

Einsatzkräfte aus der gesamten Umgebung, sowie aus Helsa, Kassel und Eschwege wurden zum Großeinsatz alarmiert. Zur Zeit der Berichts-Veröffentlichung, sind noch Löscharbeitern und Aufräumarbeiten im Gange. Die Feuerwehr Hessisch Lichtenau rückte mit Einsatz der Drehleiter an den Brandherd und kühlte das Lager von oben. Die Feuerwehr Helsa stellte die Wasserversorgung über einen Hydranten, in Richtung Fören her. Die SEG des DRK Hessisch Lichtenau, stellte die Versorgung der Einsatzkräfte zu Verfügung.

Wegen der starken Rauchentwicklung, sollten Fenster und Türen im Umkreis geschlossen bleiben (Wie Antenne Hessen über den Verkehrsservice berichtete). Der Verkehr auf der A44 wurde jedoch nicht durch den Vorfall beeinträchtigt. Hier lief der Verkehr ungehindert weiter.

Die Ursache für den Brand, der auch für die Explosion verantwortlich war, ist bisher nicht geklärt. Auch über die Schadenshöhe liegt derzeit nichts vor.

Der Brand entstand am Ostportal des noch im Bau befindlichen Tunnels, an der A44 in Hessisch Lichtenau. Laut dem Sprecher befanden sich dort auch diverse Betriebsstoffe und Gasflaschen, welche zur Explosion führten.

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UPDATE 09:10 Uhr

Es bestand die Gefahr, dass ein 20.000-Liter-Dieseltank explodieren könnte, der nur einen Meter von der brennenden Halle entfernt stand. Der Tank wurde mit Wasser gekühlt, um nicht in Brand zu geraten. Somit wurde Schlimmeres verhindert.

Weil die Feuerwehr so schnell informiert wurde und die Tatsache, dass der Dieseltank gekühlt wurde und nicht explodierte, dürften entscheidend dafür gewesen sein, dass der Brand nicht wesentlich schlimmere Ausmaße annahm.

Der Schaden wird vorerst auf 100.000 Euro geschätzt. Derzeit befinden sich die Brandermittler der Kripo Eschwege vor Ort, um die Ursache des Feuers zu klären, sagte Polizeisprecher Jörg Künstler. ca. 150 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Nur durch das schnelle eintreffen der Feuerwehr Hessisch Lichtenau, konnte schlimmeres verhindert werden.

Die Bauarbeiten am Tunnel gehen am Morgen wie gewohnt weiter.

UPDATE 13:00 Uhr

Die Untersuchungen in der betroffenen Lagerhalle am Tunnelportal Ost (Hirschhagen) durch die Eschweger Kriminalpolizei ergaben keine konkreten Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung. Aufgrund der Spurenlage ist ein technischer Defekt im Bereich des Stromverteilerkastens mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit für den Brandausbruch ursächlich.

(Antenne Hessen Redaktion Nordhessen)

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