Donnerstag , 18 April 2019
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(Bild: Google Maps)

Amokgauf im Landkreis Ansbach

Ansbach / Franken – Bei einem Amoklauf im Landkreis Ansbach sind 2 Menschen erschossen worden. Wie uns die zuständige Polizei mitteilt, ist der mutmaßliche Täter auf der Flucht und schwer bewaffnet.

Im Zusammenhang mit einem Amoklauf am Freitagmorgen sucht die Ansbacher Polizei nach einem flüchtigen Fahrzeug. „Der Fahrer ist schwer bewaffnet“ so ein Sprecher der zuständigen Polizei gegenüber Antenne Hessen.

Nach einem Amoklauf in Tiefenthal (Leutershausen, Landkreis Ansbach) flüchtete ein der Tat dringend Verdächtiger mit einem Mercedes Cabrio, Farbe silber, amtliches Kennzeichen AN – W 129. Bei Antreffen des Fahrzeuges keinesfalls an den Fahrer herantreten! Bitte sofort den Polizeinotruf 110 verständigen und den Standort des Pkws durchgeben.

Update 12:20 Uhr

Der Täter wurde an einer Esso-Tankstelle gefasst. Dies war die Route des Schützen (Bild: Google Maps)
Der Täter wurde an einer Esso-Tankstelle gefasst. Dies war die Route des Schützen (Bild: Google Maps)

 

 

 

 

 

 

 

Der mutmaßliche Täter wurde an einer Tankstelle in Bad Windsheim, von Spezialkräften festgenommen! Zuvor hatte die Polizei in einer Großfahndung nach dem Fluchtwagen, einem silbernen Mercedes Cabrio, gesucht. Es wurde davor gewarnt, sich dem Fahrzeug oder dem Täter zu nähern.

Der Bürgermeister Siegfried Heß (CSU) äußerte sich erschüttert über den Vorfall. „Wir leben hier in einer ländlichen Umgebung. So etwas hätten wir nie gedacht“ – Die Hinterblieben der Opfer wurden bereits informiert und werden betreut. Am Nachmittag sollten bei einer Pressekonferenz in Ansbach weitere Details zu dem Vorfall bekanntgegeben werden.

Ersten Angaben zufolge, soll der Täter aus dem Auto heraus, auf die Opfer geschossen haben. Danach ergriff er die Flucht und konnte wenig später an einer Tankstelle in Bad Windheim festgenommen werden. Außerdem sollen ein Landwirt und ein weiterer Autofahrer beschossen oder zumindest bedroht worden sein.  Der Ort ist derzeit abgesperrt. Erste Bilder gehen bereits durch das Internet.

Update 17:20 Uhr

Die 82-Jährige Anna A. war das erste Opfer des Todesschützen. Er soll sie aus dem Auto heraus in ein Gespräch verwickelt und dann, ohne ersichtlichen Grund, erschossen haben. Die schnell eintreffenden Notärzte konnten ihr nicht mehr helfen. Dann fuhr er in nächste Dorf, nach Rammersdorf und erschoss dort einen Radfahrer.

Seine Todestour setzt er dann in Richtung Norden fort, wo er in Flachslanden auf einen Bauer schießt und einen Autofahrer bedroht. Beide kommen mit einem Schrecken davon. In Bad Windsheim, stürmte er dann eine Tankstelle. Die Mutigen Mitarbeiter konnten den Schützen jedoch überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei, festhalten. Auf der Pressekonferenz sprach Gerhard Neuhof (Leitender Oberstaatsanwalt), von psychischen Auffälligkeiten, beim Transport auf die Wache. Auch ehemalige Mitarbeiter bestätigten ein komisches Verhalten an ihm, weshalb er kürzlich erst gekündigt wurde.

„Diese Tat wirft uns komplett aus der Bahn“, sagte Bürgermeister Heß, sichtlich ergriffen auf der Pressekonferenz am Nachmittag. „Da denkt man immer, solche Sachen passieren immer nur ganz weit weg und jetzt hier“ beschrieb eine junge Frau über den Kurznachrichtendienst Twitter, das, was viele in der sonst eher beschaulichen Region denken. Eine verstörende, hässliche Tat, „aus heiterem Himmel“.

Da erst vor 6 Jahren ein Amoklauf, die Region in Schrecken versetzte, wurde die Polizei extra für solche Fälle trainiert. Beim Amoklauf am Gymnasium Carolinum Ansbach, lief ein 8-Jähriger Gymnasiast an seiner Schule Amok.

Zum Hintergrund fehlen jedoch noch immer genauere Hinweise. Seine psychischen Probleme sollen jedoch eine sehr große Rolle dabei gespielt haben.

 

(Antenne Hessen Newsredaktion)

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