Donnerstag , 21 Februar 2019
Home » News » Boston-Täter gibt Bruder die Schuld

Boston-Täter gibt Bruder die Schuld

Washington – Der mutmaßliche Bombenleger von Boston hat bei seiner Befragung im Krankenhaus nach Medienberichten seinem älteren Bruder die Hauptverantwortung für das Attentat gegeben.

Der mutmaßliche Boston-Attentäter Dschochar Zarnajew gibt seinem älteren Bruder die Hauptschuld an dem Attentat beim Boston Marathon.

Der 19-jährige Dschochar Zarnajew habe den Ermittlern zu verstehen gegeben, dass sein sieben Jahre älterer Bruder die treibende Kraft hinter der Planung und Ausführung gewesen sei, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf Regierungsbeamte. Der 26 Jahre alte Tamerlan Zarnajew, der bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei ums Leben gekommen war, habe mit der Tat den Islam verteidigen wollen.

Den Angaben zufolge handelten die Brüder bei dem Anschlag auf den Boston-Marathon vor einer Woche allein. Eine internationale Terrororganisation stecke nicht hinter der Tat, soll Dschochar Zarnajew erklärt haben.

 

[nggallery id=2]

 

Gegen den 19-Jährigen ist inzwischen Anklage erhoben worden: Er muss sich vor einem Zivilgericht wegen des Gebrauchs von Massenvernichtungswaffen verantworten. Eine Richterin verlas dem durch mehrere Schusswunden Verletzten am Montag die Anklageschrift am Krankenbett in einer Bostoner Klinik. Ihm droht die Todesstrafe. Zarnajew soll der Anklagebehörde zufolge für den Tod von drei Menschen und die Verletzungen von 200 weiteren zur Verantwortung gezogen werden.

„Das Ausmaß dieser Verbrechen ist groß und betrifft eine weltweite Gemeinschaft, die Frieden und Gerechtigkeit will“, sagte die Staatsanwältin von Massachusetts, Carmen Ortiz. „Wir hoffen, dass diese Anklage der gesamten Öffentlichkeit sowie den Opfern und ihren Angehörigen Mut macht (…).“

Während der Anklageverlesung sei Zarnajew „wach, mental aufnahmefähig und bei klarem Verstand“ gewesen, gab Richterin Marianne B. Bowler zu Protokoll. Auf die Frage, ob er in der Lage sei, einige Fragen zu beantworten, habe der Angeklagte deutlich genickt. Infolge seiner Verletzungen kann er nicht sprechen. Ein einziges Wort habe Zarnajew gesagt: ein „Nein“ auf die Frage, ob er sich einen Anwalt leisten könne.

Bericht: dpa  Foto: dpa | AP

Auch interessant

Studie zeigt, was Menschen beim Sex unterscheidet

Partnervermittlung www.Gleichklang.de hat 1059 Mitglieder zu ihrem Sexualleben befragt. 855 waren noch auf Partnersuche, 204 waren bereits fündig geworden.