Dienstag , 11 Dezember 2018
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Germanwings Airbus in Frankreich abgestürzt

Düsseldorf / Frankreich – In Frankreich ist ein Airbus A320 der deutschen Fluggesellschaft Germanwings (Tochtergesellschaft der Lufthansa) mit 148 Menschen an Bord abgestürzt. Die Maschine mit der Flugnummer 4U9525 ist auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf gewesen, teilte die Deutsche Flugsicherung der Antenne Hessen mit. „Es habe vermutlich keine Überlebenden gegeben“, sagte Präsident François Hollande. Es sei „möglich, dass es viele deutsche Opfer“ gebe, zitierte die Zeitung „Le Figaro“ den Präsidenten soeben.

Der Flughafen Düsseldorf hat eine Hotline für Angehörige eingerichtet. Die Nummer lautet 0800/7766350, wie uns der Airport mitteilte, kommt es dort jedoch auch zu Wartezeiten durch hohen Andrang. Deshalb richtet das Auswärtige Amt eine 2. Kriesenrufnummer ein. Rufnummer 030/50003000

142 Passagiere waren der Deutschen Flugsicherung zufolge an Bord. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP und vielen weiteren Pressestellen, waren außerdem sechs Besatzungsmitglieder in der Maschine. Zur Absturzursache hätten die französischen Kollegen zunächst nichts mitgeteilt, sagte der Sprecher der Flugsicherung. Die Maschine sei gegen 11.20 Uhr vom Radar verschwunden.

In der Maschine waren 67 Deutsche, darunter eine Schulklasse aus Haltern (Nordrhein-Westfalen), die an einem Austauschprogramm teilgenommen hatte, wie ein Sprecher der Stadt sagte. Es handle sich um 16 Jugendliche und 2 Lehrer.

„Es ist der schwärzeste Tag in der Geschichte Halterns und das so ziemlich Schlimmste, was man sich vorstellen kann“, sagte Bodo Klimpel, der Bürgermeister der Stadt in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag. Dabei war er immer wieder den Tränen nahe.

Eltern und Schüler werden derzeit im Gymnasium und der ganzen Stadt von Seelsorgern und Rettungskräften versorgt. Der Schmerz sitzt jedoch sehr tief. Hunderte Kerzen und Blumen wurden vor dem Gymnasium gelegt umd die Anteilnahme zu signalisieren.

Die Airline Germanwings hat sein sonst so buntes Logo, im Gedanken an die Opfer in schwarz weiß gefärbt, um so die Anteilnahme ebenfalls zu zeigen.Germanwingslogo

Die Bundesregierung richtete einen Krisenstab ein. Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sagte, das Auswärtige Amt stehe in engstem Kontakt zu den französischen Behörden. Zu möglichen deutschen Todesopfern machte er zunächst keine Angaben. „Wir kennen die Berichte über den Absturz, können aber noch nichts bestätigen“, sagte ein Airbus-Sprecher gerade auf Anfrage der Antenne Hessen.

Absturzort sei im Département Alpes-de-Haute-Provence. Gendarmerie-Hubschrauber hätten Trümmerteile entdeckt. Mehrere Medien berichteten, die Maschine sei im Bergmassiv „Trois Evêches“ abgestürzt. Die Gegend befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza. Innenminister Bernard Cazeneuve sei auf dem Weg zum Unfallort, sagt Premier Manuel Valls.

UPDATE (14:00Uhr) Die ersten Angehörigen und Freunde sind nun am Flughafen in Düsseldorf angekommen, sie werden von Seelsorgern und Fachpersonal im VIP-Bereich versorgt.

UPDATE (15:00Uhr) Im Moment sieht es danach aus, dass die Piloten des Fluges von sich aus den Sinkflug eingeleitet haben könnten. Ersten Erkenntnissen zufolge, ist ein gradliniger Sinkflug von ca. 1000m pro Minute zu erkennen, was „normal“ erscheint. Dies kann dadurch passiert sein, dass ein Druckabfall oder ein Problem mit der Steuerung des Flugzeugs vorlag. „Es spricht dafür, dass die Piloten zuerst auf etwas reagiert haben und dann die Kontrolle verloren haben könnten.“ – So Antenne Hessen Flugexpertin Klara Kollberg. „Die Maschine muss dann direkt in die Berge geflogen sein.“

UPDATE (17:00Uhr) Die Suche wurde unterbrochen, da die Dunkelheit keine weiteren Helikopterflüge mehr zulässt.

UPDATE (25.03 07:00Uhr) Die Suche nach den Leichen und der Blackbox werden in den französischen Alpen fortgesetzt.

UPDATE (08:00Uhr) Die Blackbox wurde gefunden und wird zur Überprüfung ausgeflogen.

UPDATE (10:00Uhr) Die Priorität liegt nun darin, die Leichen und Leichenteile zu bergen und zu identifizieren. Der Einsatzleiter sagte uns vor Ort: „Wir können die Leichen nicht tagelang da oben liegen lassen…“

Die abgestürzte Airbus-Maschine war mehr als 24 Jahre alt. Antenne Hessen hält Sie hier und in unseren News zum Unglück auf dem laufenden.

(Antenne Hessen Auslandsredaktion)


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