Montag , 22 April 2019
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Großalmerode: Für den Ernstfall geübt

Großalmerode – Am Mittwoch um 19:00Uhr, wurde in Großalmerode für den Ernstfall geübt. Die Leitstelle Werra Meißner alarmierte die SEG (Schnelleinsatzgruppe) des DRK und die Feuerwehr Großalmerode, zu einem Alarm in die Innenstadt. Es handelte sich um ein gestelltes Szenario, wonach einige Menschen von einem Dach eines Wohnhauses, auf ein Vordach gesprungen sein sollen. Da es sich um mehrere Verletzte gehandelt hatte, griff das MANV – Konzept (Massenanfall an Verletzten), wonach auch die SEG alarmiert wird.

Kurze Zeit nach der Alarmierung trafen bereits die Feuerwehr und auch die SEG am gemeldeten Ort ein. Zunächst musste sich hier ein Zugang zu einem Vordach verschafft werden, wo die verletzten und teils verwirrten Personen angetroffen wurden. Hierzu stellte die Feuerwehr Großalmerode, Zugänge mit Hilfe von Leitern her. Die eintreffenden Sanitäter und Helfer der SEG, übernahmen dann die Erstversorgung der Patienten, sowohl auf dem Dach, als auch am Boden.

Besondere Vorsicht war bei einem Schauspieler geboten, der unglücklich auch von dem Vordach gefallen war und sich dabei schwere Verletzungen an Kopf und dem Rücken zugezogen haben soll. Für die Feuerwehr und auch die Retter, kein alltäglicher Anblick. Die Versorgung der Patienten konnte jedoch ohne Zwischenfälle geübt werden. Hierbei wurde besonders darauf geachtet, das die Versorgung wie im Ernstfall schnell, aber auch kompetent vonstatten geht.

Die Sanitäter und Helfer der SEG, haben hierbei auch besonders auf die verschiedenen Verletzungen Rücksicht genommen. Die Schauspieler, waren Kollegen der SEG in Hessisch Lichtenau, welche die Übung unterstützt haben. Kreisbereitschaftsleiter Thomas Freiberg, war ebenfalls als Beobachter vor Ort. Einsatzleitung hatten die beiden Bereitschaftsleiter der SEG, Johanna Bernhardt und Daniel Böttcher.

Ziel der Übung war, dass die Arbeit in Kooperation mit der Feuerwehr und den unterschiedlichen Helfern geprobt wird, um bei späteren Einsätzen schneller und effizienter reagieren zu können. Zudem, konnten viele der neuen Helfer in der SEG, unter realen Bedingungen an einem Einsatz mitwirken. Für die ehrenamtlichen Sanitäter und Helfer, war es ein durchaus gelungener Einsatz.

Am Abend, bereitete die SEG noch ein Abendessen vor, wozu alle Helfer herzlich eingeladen waren.

Was ist eine SEG?

Die Schnelleinsatzgruppe Sanitätsdienst (SEG-San), seltener auch Schnelleinsatzgruppe Behandlung (SEG-Beh) genannt, übernimmt verletzte Personen, die von der technischen Rettung (Feuerwehr, THW) aus einem Schadensgebiet gerettet wurden. Sie führt die Erstversorgung an den gebildeten Verletztenablagen durch. Sie richtet zentrale Behandlungsplätze ein, sorgt dort für die notfallmedizinische Versorgung und die Herstellung der Transportfähigkeit der Patienten oder wird ggf. direkt im Schadensgebiet bei der Sichtung/Triage und/oder zur Rettung/Versorgung der Patienten eingesetzt. Zudem unterstützt sie bei Bedarf die Schnelleinsatzgruppe Betreuungmit ihrem Material und ihren Helfern.

In der Einheit sind Sanitäter verschiedener Qualifikationsstufen und gegebenenfalls auch Ärzte tätig, sie werden eventuell durch weitere Helfer, wie zum Beispiel Techniker (für Stromversorgung etc.) unterstützt.

Je nach Größe der Einheit und dem gemeldeten Einsatzbild werden unterschiedliche Mengen an Zelten, Verbandsmaterial und sonstigem medizinischem Gerät mitgeführt.

Den Transport von Patienten führen manche SEG-Sanitätsdienst mit ihren Krankenwagen oder Notfallkrankenwagen (selten mit einem Rettungswagen) durch. Es existieren aber auch Schnelleinsatzgruppen ohne Transportaufgaben. Zentrales Fahrzeug der SEG-San war früher ein Arzttruppkraftwagen; heute übernimmt diese Rolle meist ein Gerätewagen Sanitätsdienst, mit dem Helfer und Material transportiert werden.

Eine SEG-San sollte in der Regel spätestens 15–30 Minuten nach Alarmierung einsatzbereit sein.

Bilder der Übung

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(Antenne Hessen Redaktion Nordhessen – Fabian Presler)

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