Freitag , 20 Oktober 2017
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Krankengeld nicht mit der Barmer

Wuppertal / Kassel – Wie wir bereits berichteten, verweigert die Barmer GEK derzeit Krankengeldleistungen eines jungen Mannes aus Nordhessen. Nun hat sich die Pressestelle bei uns gemeldet geändert hat sich aber bisher noch nichts.

Zum Hintergrund: Im Juli 2017 erkrankte ein junger Mann aus Nordhessen und begab sich zunächst zum Arzt. Schnell wurde er dann weiter in das Krankenhaus geschickt um dort behandelt zu werden. Es bestand der Verdacht auf einen onkologischen Befund, weshalb man keine Zeit verlieren wollte. Der Hausarzt schrieb sofort eine Krankmeldung samt Einweisung für das Krankenhaus. Die nötigen Unterlagen wurden der Barmer direkt nach Wuppertal geschickt, da sich bereits ein längerer Krankheitsverlauf abgezeichnet hatte. Nach 6 Wochen, sollte eigentlich die Krankenkasse bezahlen, doch weit gefehlt. Auch Wochen später kommt kein Geld der Krankenkasse. Der Arbeitgeber hatte aber bereits alle Leistungen erhalten, auch den Antrag für das Krankengeld. Somit müssen die Unterlagen eingegangen sein. Nach einem Anruf bei der Krankenversicherung, stellte sich jedoch heraus, dass die Unterlagen angeblich nicht mehr verfügbar seien. Sodann wurde eine Kopie bei dem Hausarzt angefordert und erneut zugesandt. Weiter im Glauben gelassen, dass nun alles funktioniert, wartete der Versicherte erneut tagelang. Nachdem immer noch nichts kam, rief man erneut an und plötzlich seien wieder keine Unterlagen da und nun auch kein Anspruch mehr! Für den jungen Mann eine Katastrophe, immerhin sind es gut ein halber Monatslohn, der fehlt. Auch nach mehrmaliger Aufforderung, selbst einem Besuch in der Regionalstelle in Kassel, ergab sich nichts. Die Krankenkasse verweigert das Krankengeld, obwohl hierzu keinerlei Grundlage besteht.

Pressestelle sieht keine Möglichkeit

Gegenüber Antenne Hessen bestätigte nun auch die Pressestelle der Barmer, dass sie hier keinerlei Möglichkeiten sieht, dass das entsprechende Geld ausbezahlt wird. „Aufgrund Ihrer Anfrage haben wir uns den Krankengeldfall unseres Versicherten nochmals genau angesehen. Nach Überprüfung der Sachlage und Würdigung aller rechtlichen Grundlagen hat dieser keinen Anspruch auf Krankengeld, da er seine Arbeitsunfähigkeit nicht rechtzeitig und lückenlos nachgewiesen hat…“ – so die Barmer. Doch dies stimmt nicht! Entsprechende Belege und Zeugen können etwas anderes aussagen. Auch entsprechende Telefonprotokolle der Barmer GEK zeigen eine andere Sprache. Die Krankenversicherung hat die Unterlagen wild in verschiedene Vorgänge gepackt und dann schlichtweg verschlampt. Jetzt soll der Versicherungsnehmer dafür bluten. Auf Nachfrage beim Arbeitgeber kam zudem heraus, die Krankenkasse hat ihm ja auch die Leistungen überwiesen. Sodann muss die Krankenkasse von der Krankmeldung bescheid gewusst habe. Das sie jetzt plötzlich keine Unterlagen mehr haben und zudem keine Auszahlung vornehmen ist nicht verständlich.

Rechtsanwalt sieht klare Fakten

Der Rechtsanwalt des jungen Mannes sieht hier einen klaren Fall! „Ich vertrete den jungen Mann in seinen Forderungen… die Krankenkasse hat in diesem Fall zu zahlen, denn es geht aus den Unterlegen und der Historie klar hervor, dass mein Mandant die nötigen Unterlegen eingereicht hatte. Die Versicherung war nach dem Verlust der AU-Bescheinigungen in der Pflicht, den Versicherungsnehmer um eine eventuelle Kopie zu bitten oder diese nochmals vom Hausarzt anzufordern. Aber selbst dies wäre nicht nötig gewesen, wenn aus den Aufzeichnungen hervor geht, dass die Unterlagen fristgerecht eingereicht wurden. Des Weiteren kommt aus den Telefonprotokollen und den Recherchen von Antenne Hessen klar hervor, dass die Krankenkasse diese Probleme selbst auf der Fahne stehen hat. Ein entsprechender Klagegrund ist gegeben.“

Kein Bescheid, keine Rückmeldung, kein Geld

Selbst mit Aufforderung, einen entsprechenden Bescheid für die Begründung auszustellen, erfolgte bisher nicht. Hierzu ist die Krankenkasse jedoch verpflichtet! „Ich erhalte keine Antworten auf meine Fragen, nichts passiert und ich weiß nicht einmal ob ich überhaupt weiter in Behandlung gehen kann ohne Angst zu haben auf Kosten sitzen zu bleiben…“ so der Versicherungsnehmer.

Die Barmer ist nach Meinung des Juristen dazu verpflichtet ebenfalls in diesem Fall eine Mitwirkung zu zeigen. Da sich das so aber nicht abzeichnet, steht einer Klage nun fast nichts mehr entgegen.

Wir bleiben weiter dran!

(Antenne Hessen Redaktion Nordhessen)

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