Corona in Hessen: Impfungen für Kinder und Jugendliche verzögern sich – Bouffier gegen Impfpflicht

Die Corona-Lage in Hessen entspannt sich weiter. Mehrere Regionen liegen unter der 50er-Marke. Impfungen für Kinder und Jugendliche verzögern sich.

Jetzt ist es amtlich: Die Impfungen für Kinder und Jugendliche verzögern sich bis höchstwahrscheinlich Ende des Sommers 2021. Das verkündete Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Donnerstag (27.05.2021). Dass es schon Ende Juni wie geplant mit dem Impfen für Kinder und Jugendliche losgeht, ist unwahrscheinlich. Laut Aussagen des hessischen Ministerpräsidenten sollen dennoch alle 12- bis 16-Jährigen bis Sommerende eine Impfung gegen das Coronavirus bekommen.

Wegen Lieferschwierigkeiten bei den Impfstoffen Astrazeneca und Johnson & Johnson könne es bei dem Zeitplan mit Ende Juni nicht bleiben, sagte er: „Wir haben in Hessen einen Plan vorgelegt, wie wir Schülerinnen und Schüler impfen können – aber immer unter dem Vorbehalt, dass wir zusätzlichen Impfstoff bekommen. Heute haben wir nun endgültig erfahren, dass das mit dem zusätzlichen Impfstoff zumindest im Juni sehr schwierig sein wird.“

Weiter teilte Bouffier mit, dass es nach wie vor keine Impfpflicht an Schulen geben wird. Für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren sollen etwa drei Millionen Impfdosen bestellt werden. Noch immer ist der Antrag von Biontech für die Zulassung des Impfstoffs gegen das Coronavirus noch nicht genehmigt worden. Volker Bouffier geht aber davon aus, dass der Antrag in zwei bis drei Wochen von der Europäischen Arzneimittelbehörde genehmigt werde. Die landesweite Inzidenz ist erneut gesunken. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilt, liegt sie derzeit bei 48,2 (Stand 28.05.2021, 3.11 Uhr). Am Vortag war der Wert in Hessen noch bei 49,9. Innerhalb eines Tages wurden 657 Neuinfektionen mit Corona registriert, außerdem 23 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19.

Über einer Inzidenz von 100 liegt weiterhin kein Kreis oder kreisfreie Stadt in Hessen. Den höchsten Wert hat der Kreis Waldeck-Frankenberg mit 90,8 (Vortag 99,7). Danach folgt Wiesbaden, hier ist die Inzidenz von 84,6 auf 90,5 gestiegen. Gesunken ist der Wert dagegen in Kassel, er liegt nun bei 77,2 (Vortag: 79,7). Die Stadt Offenbach ist bei 70,6. Über der Marke von 50 ist wieder Frankfurt mit 52,8. Darunter liegen derzeit 17 Kreise und kreisfreie Städte, unter 35 schafften es acht. Den niedrigsten Wert hat der Vogelsbergkreis mit 24,6. Auch im Wetteraukreis ist die Inzidenz mit 24,6 weiterhin niedrig.

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