So könnten die Coronaregeln stufenweise gelockert werden – radiohessen.com

Viele Menschen warten sehnsüchtig auf die Rücknahme der Corona-Maßnahmen. Das Robert-Koch-Institut hat nun ein Konzept dafür erarbeitet, wie Deutschland bis zum Ende des Sommers aus dem Corona-Schlaf erwachen könnte.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Dienstag ein Konzept für eine stufenweise Rücknahme von Corona-Maßnahmen bis zum Sommerende vorgelegt. Es ordnet gesellschaftliche Bereiche und Aktivitäten nach ihrer Relevanz für die Virusübertragung sowie zusätzlich noch nach ihrer sozialen, psychologischen und wirtschaftlichen Relevanz.

Parallel dazu berücksichtigt das Modell vier Corona-Intensitätsstufen, wobei die erste Stufe ein Basisszenario mit Grundregeln wie Abstandhalten oder Lüften ist. Die darüberliegenden drei Intensitätsstufen des Konzepts werden unter anderem durch die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz, die Auslastung von Krankenhäusern und Gesundheitsämtern sowie die Quote der Klinikeinweisungen bei den besonders stark durch Corona gefährdeten Über-60-Jährigen definiert. Die Gewichtung einzelner Faktoren verändert sich je nachdem, ob das Infektionsgeschehen zu- oder abnimmt. Auch der Anteil der Geimpften spielt hinein.

Aus der Kombination von Bereichen sowie Intensitätsstufen leiten die RKI-Experten ihre Empfehlungen für die notwendigen Maßnahmen auf Landkreis- oder Bundesländerebene ab. Aktivitäten mit einem relativ überschaubaren Übertragungsrisiko wie etwa Einzelhandel, Theater und Treffen im Freien sollten demnach auch bei mittlerem Infektionsgeschehen mit Schutzkonzepten weiter erlaubt bleiben. Erst in der dritten Stufe mit großflächigen Ausbrüchen und einer Überlastung im Gesundheitssystem sollten in diesen Bereichen Verbote und Schließungen folgen.

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