Drei Szenarien für die Zukunft mit Corona

Die Delta-Variante treibt die Inzidenzen wieder in die Höhe und es werden wohl auch noch künftig neue Varianten entdeckt. Wie also wird sich das Virus entwickeln? Wissenschaftler sehen drei Szenarien.

An den Gedanken muss man sich wohl oder übel gewöhnen: Fachleute gehen davon aus, dass das Coronavirus vorerst nicht ausgerottet werden kann. Aber wird die herausgehobene Stellung, die Sars-CoV-2 seit rund anderthalb Jahren einnimmt, irgendwann ein Ende haben? Welche Risiken drohen noch? Darüber hat ein Wissenschaftlerteam einen Beitrag für das Fachblatt „Nature“ geschrieben.

Der Artikel beginnt zwar optimistisch mit der Aussage, dass es eine realistische Erwartung sei, die Pandemie dank der globalen Anstrengungen beim Impfen unter Kontrolle zu bringen. Das Autorenteam um Amalio Telenti und Davide Corti, das beim Pharma-Unternehmen Vir Biotechnology und verschiedenen Forschungsinstitutionen arbeitet, geht aber auch auf noch unabsehbare Entwicklungen und Unsicherheiten ein.

Von drei vorstellbaren Szenarien, die das Team nennt, ist eines besonders beunruhigend: Dass die Menschheit die Pandemie eben doch nicht schnell kontrollieren könne und auch künftig mit schweren Verläufen und einer hohen Zahl an Infizierten zu kämpfen haben werde – was wiederum die Weiterentwicklung des Virus begünstigen könne.

Ein zweites und wahrscheinlicheres Szenario sei der Übergang von Corona in eine saisonale Krankheit wie die Grippe. Effektive Therapien wie etwa im Labor hergestellte Antikörper-Präparate könnten helfen, die Krankheitsschwere und die Rate der Krankenhausaufnahmen und Todesfälle massiv zu senken, schreiben die Autoren.

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