Freitag , 24 November 2017
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Versuchte Kindesentführung in Großalmerode

Großalmerode – Gestern Abend wurde um 20.00h bei der Polizeistation in Hessisch Lichtenau eine versuchte Kindesentführung angezeigt, die sich gegen 17.00h in der Kasseler Straße in Großalmerode ereignet haben soll. Laut den Angaben des Kindes, einem 10-jährigen Jungen, soll eine männliche Person versucht haben, ihn in einen Pkw zu ziehen. Das Fachkommissariat der Eschweger Kripo hat die Ermittlungen in diesem Fall aufgenommen. Aus ermittlungstaktischen Gründen werden keine weiteren Angaben zum Sachverhalt gemacht.

Update:

Wie bereits berichtet, ist am vergangenen Montag bei der Polizei in Hessisch Lichtenau ein versuchte Kindesentführung gemeldet worden. Der 10-jährige Junge wurde gestern im Verlauf des Tages von dem zuständigen Fachkommissariat der Eschweger Kripo angehört. Bei dieser Anhörung bleibt der Junge im Großen und Ganzen bei seinen Angaben vom Montag.

Demnach sei er gegen 17.00h mit seinem Fahrrad auf der Kasseler Straße unterwegs gewesen, als plötzlich ein schwarzer Fiat neben ihm angehalten haben soll, ein Mann ausstieg, den Jungen an den Hüften packte und auf den hinteren linken Rücksitz des Fahrzeuges setzte. Im Pkw soll auf der Beifahrerseite eine Frau gesessen haben und hinter der Frau ein 13- bis 14-jähriges Mädchen. Dieses Mädchen hat angeblich eine Tüte auf dem Kopf gehabt und ihre Hände waren auf dem Rücken gefesselt. Das Mädchen soll laut um Hilfe geschrien haben. Seinen Angaben nach konnte der Junge aus dem Pkw entkommen, weil er heftig nach dem Mann trat und ihn dabei auch verletzte. Auch auf den Vorhalt, die Wahrheit sagen zu müssen, blieb der Junge bei dieser Version des angeblichen Vorfalls.

Ob sich dieser Vorfall wirklich so zugetragen hat, bedarf der Klärung. In einigen Details wiedersprach sich der 10-jährige mehrfach. Bei der Kasseler Straße in Großalmerode handelt es sich um eine stark befahrene und auch von Fußgängern stark frequentierte Durchgangsstraße. Der angebliche Tatort liegt in der Ortsmitte. Auf beiden Seiten der Straße gibt es Geschäfte, die zum Tatzeitpunkt noch geöffnet waren. Bisher hat sich kein Zeuge gemeldet, der einen derartigen Vorfall oder gar ein um Hilfe schreiendes Mädchen bemerkt hat. Laut Angaben des Jungen hat er sich nach seiner Flucht in einem nahe gelegenen Gebüsch versteckt und wurde dort auch von einer Frau (50-60 Jahre alt) angesprochen, ob alles in Ordnung. Eine Nachschau ergab jedoch, dass am angegebenen „Tatort“ ein solches Gebüsch nicht existent ist. Auch die Frau hat sich bisher nicht bei der Polizei gemeldet. Es liegen keinerlei Erkenntnisse über ein vermisstes oder entführtes Mädchen in dem beschriebenen Alter vor. Der Junge konnte angeblich auch bei der Flucht beide amtlichen Kennzeichen des Fahrzeuges ablesen. Die Kennzeichen sind jedoch für ein Motorrad ausgegeben.

Etwaige Zeugen, speziell die Frau, die den Jungen im Gebüsch gesehen und angesprochen haben soll, werden dringend gebeten, sich bei der Kripo Eschwege unter der 05651/925-0 zu melden.

Update:

Seine angeblich versuchte Entführung, hatte sich der 10-jährige Junge aus Großalmerode nur ausgedacht. Wie die Mutter der Polizei jetzt telefonisch mitteilte, gab der Junge ihr gegenüber zu, die „Geschichte“ frei erfunden zu haben. Gründe dafür nannte er zunächst nicht. Gestern Abend schon hatte sich eine Zeugin gemeldet, die den Jungen ca. 45 Minuten nach der angeblichen Tat Fahrrad fahrend im Bereich des „Tatortes“ gesehen hatte. Der Junge machte nach Angaben der Zeugin einen fröhlichen Eindruck und nicht wie ein 10-jähriger, der kurz vorher nur knapp einer Entführung entgangen war. Die Eschweger Kripo beabsichtigt den 10-jährigen nochmals anzuhören.

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