Montag , 22 April 2019
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Zugunglück in Bad Aibling

Bad Aibling – Am heutigen Morgen stießen zwei Regionalzüge, bei Bad Aibling, frontal zusammen. Aktuell spricht die Polizei von 8 Toten und rund 150 Verletzten. Die Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und das THW sind mit hunterdeten Helfern vor Ort.  Insgesamt 11 Rettungshubschrauber helfen bei der Rettung.

Zugang gestaltet sich schwer

Durch eine dichte Bewaldung und einen Fuss an der Unfallstelle, war der Zugang zu den Verletzten sehr schwer. Teilweise mussten die Opfer aus dem Zug geschnitten werden. Die Rettungskräfte mussten sich daher den Zugang über den Fluss oder die Gleisen einrichten.

Wie es zu dem Unglück kam, ist derzeit unklar. Die Züge durften an der Unfallstelle mit rund 110 Kmh fahren.

Unter den Toten sind nach Angaben der Polizei die beiden Lokführer und die beiden Zugbegleiter. Kurz vor 12.00 Uhr hatten die Retter die letzten Verletzten aus den Waggons der beiden Meridian-Züge geholt. Mehrere hundert Helfer von Rettungsdiensten, Feuerwehren und der Polizei aus der gesamten Region sind seit dem frühen Morgen im Einsatz. Sie wurden unter dem Stichwort MANV (Massenanfall von Verletzten) alarmiert.

Die Ursache für den frontalen Zusammenprall auf der eingleisigen Strecke ist nach Polizeiangaben unklar. Die beiden Züge waren gegen 06.45 Uhr in einer Kurve auf Höhe des Klärwerks von Bad Aibling zusammengestoßen.

Wegen der vielen Verletzten: Blutspenden benötigt

Der Blutspendedienst München ruft zum Blutspenden auf. Aufgrund des Bahnunglücks bestehe ein deutlich erhöhter Bedarf an lebensrettenden Blutkonserven, teilt der Blutspendedienst auf seiner Homepage mit. Spender werden gebeten, in die Blutspendezentrale in der Dachauer Str. 90 in München zu kommen.

Auch der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes unterstützt das Klinikum Rosenheim und das Klinikum Großhadern bei der Versorgung der Verletzten. Heute bestehe beim Bayerischen Roten Kreuz zwar keine Möglichkeit Blut zu spenden, so das BRK, die Vorräte würden jedoch ausreichen, um die Krankenhäuser zu versorgen.

Schweren Stunde in der Geschichte des Zugverkehrs in Deutschland

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat angesichts des Zugunglücks in Bad Aibling von einer „schweren Stunde in der Geschichte des Zugverkehrs in Deutschland“ gesprochen. Die Unfallstelle habe ein erschreckendes Bild abgegeben, sagte er auf einer Pressekonferenz in Bad Aibling.

Die beiden Züge seien wohl mit hoher Geschwindigkeit aufeinandergeprallt, sagte der Minister nach einem Besuch der Unfallstelle. Dort seien Geschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometer möglich. Dobrindt dankte den rund 500 Rettungskräften. Sie seien bereits wenige Minuten nach dem Unfallort gewesen.

Transdev-Gruppe ist tief erschüttert von schwerem Zugunglück bei Bad Aibling

Die Transdev-Gruppe zeigt sich tief erschüttert von dem schweren Zugunglück bei Bad Aibling und spricht allen Betroffenen ihr Mitgefühl aus.

Heute Morgen gegen sieben Uhr sind auf der Mangfalltalbahn bei Bad Aibling zwei Personenzüge des MERIDIAN frontal zusammengestoßen. Die Bayerische Oberlandbahn GmbH, ein Tochterunternehmen der Transdev-Gruppe, betreibt mit der Marke MERIDIAN die Bahnlinie zwischen Holzkirchen und Rosenheim.

„Wir sind zutiefst erschüttert und fassungslos, dass so etwas passieren konnte“, sagt Christian Schreyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Transdev GmbH. „Unsere Gedanken sind jetzt bei den Opfern und den Angehörigen der Verunglückten. Im Namen von Transdev möchte ich allen Betroffenen unser aufrichtiges Mitgefühl und tief empfundenes Beileid ausdrücken. Die Rettungskräfte vor Ort tun ihr menschenmögliches, um an der unzugänglichen Stelle Hilfe zu leisten.“

Notfallnummern für Angehörige

Die Bayerische Oberlandbahn, die den Meridian betreibt, hat eine Notfallnummer eingerichtet: Unter 0395 / 43 08 43 90 können sich Angehörige informieren.
Auch die Bundespolizei Oberbayern hat eine Telefon-Hotline: 08031 / 20 00.

(Antenne Hessen News Redaktion)

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